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«Jede Jahreszeit bringt neue Arbeiten»

Philipp Koch ist seit 2018 Hauswart für die Anlagen der Schuleinheit Talacker. Im Interview beleuchtet er seinen Arbeitsalltag und verrät, wie er manchmal selbst in die Rolle eines «Lehrers» schlüpft.

Was war dein Traumberuf als Kind? Und wie bist du zum jetzigen Beruf gekommen?


Philipp Koch: Mein Traum war es immer, mit dem Sport mein Geld zu verdienen. Ich war bis 2021 Teil des Judo-Nationalkaders. Jetzt bin ich noch im JC Uster als Trainer tätig. Nach der Sportschule wusste ich nicht, was ich machen soll, und bin in Uster im 10. Schuljahr gewesen. Dort hat mir mein Lehrer empfohlen als Fachmann Betriebsunterhalt schnuppern zu gehen. Das hat mir von Anfang an sehr gut gefallen.

Dein Beruf als Hauswart in a nutshell?


Ich bin quasi der Mann für alles. Als Hauswart bin ich in sehr vielen Bereichen tätig. Es kommt immer darauf an, welche Anlage man betreut. Im Haus übernehmen wir kleinere Reparaturen, die Reinigung sowie diverse kleinere Aufgaben. Im Aussenbereich ist auch sehr viel zu tun. Wir haben im Talacker eine sehr grosse Grünanlage, die viel Pflege braucht. Vom Rasenmähen und Heckenschneiden über den Aufbau und die Wartung von Spielgeräten ist alles dabei. Auch viele administrative Aufgaben gehören dazu, wie die Schlüsselverwaltung, Bestellungen und das Aufbieten der Handwerker. Genau diese Abwechslung gefällt mir sehr. Jede Jahreszeit bringt neue Arbeiten mit sich.

«Im Sommer die Wiese zu mähen und das frisch geschnittene Gras zu riechen ist eine meiner Lieblingsarbeiten.»

Welche Arbeitsgeräte sind für dich im Alltag unverzichtbar? Gibt es so etwas wie dein Lieblingsgerät?
 

Schraubenzieher, Notizblock und Laubrechen benutze ich wohl am meisten. Mein Lieblingsgerät ist wahrscheinlich der Rasenmäher. Im Sommer die Wiese zu mähen und das frisch geschnittene Gras zu riechen, ist eine meiner Lieblingsarbeiten.

Einige Kinder haben ein Bild vom strengen Hauswart. Ist dieses Klischee etwas, das dir im Alltag begegnet? Und wie gehst du damit um?
 

Manchmal muss man streng sein. Ich habe aber das Gefühl, dass es nicht mehr so gesehen wird wie früher. Hier im Talacker habe ich sehr viele positive Kontakte mit den Kindern. Wir haben seit einigen Jahren die Möglichkeit, für die 3. und 5. Klassen jeweils einen Vormittag lang gemeinsam die Umgebung zu pflegen. Dabei bin ich jeweils mit einer Halbklasse auf der Anlage und bringe den Kindern die Pflanzen und Tiere auf unserer Anlage näher. Das Feedback der Kinder ist oft sehr positiv.

Die grosse Grünanlage im Talacker ist mit ein Grund, dass Philipp Koch nie langweilig wird. Bild: Christian Merz.

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