Primarschule Uster
Yara Marti ist Ferienhortleiterin und Springerin bei den Tagesstrukturen der Primarschule Uster. Im Interview erzählt sie von ihrem Arbeitsalltag und den Erfahrungen mit den Kindern.
Auf welchem Weg bist du zu deiner Arbeit bei den Tagesstrukturen gekommen?
Yara Marti: Schon als Teenager habe ich den Babysitterkurs absolviert und erste Erfahrungen als Fachfrau Betreuung gesammelt. Nach meiner Schulzeit habe ich ein einjähriges Praktikum sowie die anschliessende dreijährige Lehre als Fachfrau Betreuung EFZ in einer Kita erfolgreich abgeschlossen.
Seit zwei Jahren arbeite ich als Gruppenleitung in den Tagesstrukturen Uster. Zusätzlich bin ich als Ferienhortleitung tätig. Zurzeit übernehme ich eine Vertretung in der schulergänzenden Betreuung Gschwader.
Als Springerin ist wohl kein Tag wie der andere. Was gefällt dir an dieser Abwechslung? Und was sind die Herausforderungen?
Als Springerin lerne ich unterschiedliche Gruppen, Kinder und Persönlichkeiten kennen und kann dadurch viele tolle Erfahrungen sammeln. Jeder Tag bringt neue Aufgaben mit sich, was die Arbeit spannend und abwechslungsreich macht. Eine Herausforderung besteht darin, mich schnell auf neue Situationen, Teams und die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzustellen. Mit Offenheit, Flexibilität und einer guten Beobachtung gelingt es mir jedoch, mich rasch einzufinden und die Kinder bestmöglich zu unterstützen.
Dein liebstes Menu im Hort zum Zmittag?
Mein liebstes Mittagessen sind die Tomaten-Mozzarella-Panzerotti mit einem gemischten Salat als Beilage.
Gibt es einen Moment aus deinem Arbeitsalltag, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Anfang Sommer hat es nach dem «Zvieri» gewittert. In dieser Zeit haben wir über die Musikanlage Musik laufen lassen, gemeinsam den Macarena getanzt, eine Polonaise durch den Hort gemacht und Just Dance gespielt. Dabei wurde viel gelacht, und sowohl die Kinder als auch das Team waren sehr gut gelaunt. Es war ein wertschätzender und verbindender Moment.
Was hast du von den Kindern in deinem Beruf gelernt?
Kinder erinnern mich daran, neugierig zu bleiben, kleine Momente zu geniessen und offen für Neues zu sein. Durch die Kinder habe ich gelernt, die kleinen Dinge im Alltag bewusster wahrzunehmen und wertzuschätzen. Sei es eine bunte Blume, eine selbstgemachte Zeichnung oder ein neuer Weg, den es zu entdecken gibt – Kinder zeigen mir, wie viel Schönes und Spannendes in den kleinen Momenten steckt. Durch die vielen wertvollen und spannenden Gespräche, welche im Hortalltag entstehen, erfahre ich mehr über die Gedanken der Kinder. Oft bringen mich solche Gespräche zum Schmunzeln und zeigen mir, wie einzigartig und wertvoll ihre Perspektiven sind.
Welche Eigenschaft hilft dir im Umgang mit Kindern am meisten?
Meine Geduld und Einfühlsamkeit helfen mir im Umgang mit Kindern am meisten. Dadurch kann ich auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Wertschätzung vermitteln. Auch Spontanität braucht es in der Arbeit mit Kindern. Durch diese entstehen meist die schönsten Erfahrungen. Sei es durch einen spontanen Ausflug, einen Spaziergang oder einen «Frisürlinachmittag».